Lust darauf die Titanic hautnah über Virtual Reality zu erleben?

 

Dank der innovativen Technologie der Realitätserweiterung soll es ab 2020 möglich sein die Titanic hautnah zu erleben. Dies ist vor allem ein enormer Fortschritt, weil wir in unserer heutigen Gesellschaft zunehmend vor der Herausforderung stehen, dass besonders junge Menschen sich immer weniger für geschichtliche Ereignisse und vorzeitliche Errungenschaften interessieren. Demnach schaffen es konventionelle Museen kaum noch das kulturelle und historische Interesse vieler Menschen zu erwecken.

Um diesen Trend entgegenzuwirken bemühen sich seit neuestem einige Museen darum, die Exponate in ihren Einrichtungen mittels digitaler Inhalte ansprechender und zeitgemäßer zu gestalten. So wird die Idee, herkömmliche und klassische Ausstellungen mit digitalen Technologien zu ergänzen, zunehmend aufgegriffen indem man die präsentierten Gegenstände um Augmented Reality oder Virtual Reality erweitert.

Ziel dieser Visualisierung ist es, Museen attraktiver für Besucher zu machen und ihnen neben den eigentlichen Ausstellungsstücken auch wertvolle Zusatzinformationen zu liefern.

Vor allem die Augmented Reality stellt ein vielversprechendes Feature dar um anhand von mobilen Endgeräten eine ergänzende Ebene mit exklusiven Background-Infos über die reale Umgebung zu legen. Damit bietet diese neue Technik zahlreiche Möglichkeiten um Besucher von Ausstellungen und Museen zu schulen und sie gleichzeitig zu unterhalten. Diese neuartige Fusion aus interessanten Lehrinhalten und spannenden Animationen ist auch eine Methodik, der sich das Unternehmen 3DQR verschrieben hat um das Lernen attraktiver und unterhaltsamer zu gestalten.

Aber nicht nur bei der Arbeit von Museen oder in der klassischen Lehre kann diese innovative Form der Realitätserweiterung wirksam genutzt werden. Auch für neue historische Entdeckungen können 3D-Modelle eine kostbare Ergänzung sein um bedeutende altertümliche Bauwerke und Objekte zu rekonstruieren und für die Nachwelt zu erhalten.

Als ein jüngstes Beispiel für eine solche Anwendung ist die Visualisierung des 1912 gesunkenen Kreuzfahrtschiffs Titanic. Nachdem Forscher eine Spezialkamera entwickelt haben, mit der sie einzigartige Aufnahmen des bakterien-zerfressenen Riesenschiffs machen konnten, sollen nun im nächsten Schritt detaillierte 3D-Modelle
aus diesen Aufnahmen entstehen.

Demnach ist geplant das Bildmaterial soweit aufzubereiten, dass es mit VR-Technik darstellbar und somit hautnah erlebbar wird. Experten erwarten, dass sich die in 3800 Meter liegende Titanic aufgrund der starken Meeresströmung, der Korrosion und des hohen Bakterienbefalls bis 2030 vollständig aufgelöst haben wird. Umso wichtiger ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, das berühmteste Passagierschiff der Geschichte anhand von virtuellen 3D-Modellen nachzubilden. Mit einem solchen Verfahren, würde ein wertvoller Beitrag für den Erhalt unseres historischen Erbes kreiert werden.