Datenbrille für Feuerwehrleute

Feuerwehrleute riskieren oft ihr eigenes Leben, um in brennenden Gebäuden Menschen zu retten. Insbesondere dichter Qualm kann ihnen dabei zum Verhängnis werden, wenn sich die Retter verlieren. Stress, Hitze, Panik und Lärm tun dann ihr übriges. Obwohl sie solch schwierige Bedingungen regelmäßig trainieren, kann es immer wieder vorkommen, dass sie aus dieser Situation nicht mehr rauskommen. Das führt dazu, dass sie niemanden mehr retten können und im schlimmsten Fall sogar selbst zum Opfer werden.

Die westsächsische Hochschule Zwickau hat für genau solche Situationen eine Atemschutzmaske mit Datenbrille entwickelt, die den Rettern helfen soll, sich auch bei schlechter Sicht nicht zu verlieren. Über diese Spezialbrille können wichtige Informationen ins Sichtfeld der Feuerwehrleute eingeblendet werden, wie zum Beispiel Anweisungen der Einsatzleitung, eigene Vitalwerte, Gebäude- oder Fluchtpläne.

Die größte Herausforderung während der Entwicklung war, dass die hochsensiblen AR-Brillen auch bei großer Hitze zuverlässig funktionieren müssen. Zudem musste die Optik, Elektronik und Stromversorgung luftdicht so in die Atemmaske integriert werden, damit die Feuerwehrleute in ihrem Sichtfeld nicht behindert werden.

Die Brillen, welche die westfählische Hochschule Zwickau für die Feuerwehrleute ausgewählt haben, sind AR (Augmented Reality) Brillen. Mit diesen kann man die Realität erweitern, indem ein Mikrobildschirm zusätzliche Informationen in das freie Blickfeld einblendet.

Die andere Art der Brillen sind VR (Virtual Reality) Brillen.
Die klassischen sind an einen Rechner gebunden und erkennen mithilfe von Sensoren Bewegungen des Körpers und Kopfes, die an den Rechner weitergeleitet werden. Damit kann der Brillenträger virtuell durch Zeit und Raum reisen.
Kabellose VR-Brillen sind mit dem Smartphone verbunden, das an der Brille befestigt wird. Damit können sich die reale und virtuelle Welt wie bei Hologrammen überlagern.