Wie kann Augmented Reality Unternehmen im B2C Marketing dienen?

Serie: Studienergebnisse zur Auswirkung von AR im Digitalen Marketing

voraussichtliche Lesedauer 3-4 Minuten

In Folge der weltweiten Pandemie wurde, laut 98% aller Entscheidungsträger, die digitale Transformation in Deutschland nachhaltig vorangetrieben. Mit dem Einzug von Augmented Reality (AR) in die digitalisierte Welt ist auch eine neuartige Werbeplattform entstanden. Das bedeutet einen enormen Fortschritt für das digitale Marketing, denn der wirtschaftliche Abschwung, social Distancing aber auch das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit haben unmittelbar Auswirkung auf die Markeninteraktion der Konsumenten. Das sind jedoch nur die aktuellen Gründe eines stetigen Wandels im Marketingprozess. Im Zeitalter von Adblockern und werbefreien Streaming Diensten erlangen Strategien wie Content- bzw, Experiential-Marketing essentielle Bedeutung in der Kundenakquise. Welche Rolle kann Augmented Reality im Marketing zugesprochen werden und wohin wird sich dieser Trend entwickeln? 

Virtuelle Informationsintegration

(Virtuelle, übersichtliche Bereitstellung von Produktinformationen und Technischer Daten eines USB- Hubs. Übersichtlichkeit, sowie Dichte und Qualität der Information können mittels AR-Anwendungen sichergestellt werden)

Die Informationsqualität der bereitgestellten Inhalte ist die erste Dimension der marketingbezogenen Kommunikation und damit wertbegründendes Attribut der Werbung. Als zweite wichtige Dimension der Werbung ist die bereitgestellte Informationsdichte zu betrachten. Im Zusammenhang mit Augmented Reality eröffnet sich hier die Chance sowohl hinsichtlich Informationsqualität als auch -dichte höhere Maßstäbe zu setzen, womit diese Technologie nachhaltig an Bedeutung gewinnt.

Informationen, die vorher nur zweidimensional dargestellt werden konnten, gewinnen mit der zusätzlichen Dimension an Anschaulichkeit, Kapazität und Volumen. Einem Bild werden animatorische Eigenschaften verliehen, um wiederzugebende Information, vertieft darzustellen. So entsteht eine bedeutsame Erweiterung der Konsumgewohnheiten von Konsumenten, die besser über die Produkte informiert werden können. Diese Wirkung wird verstärkt, zieht man die Möglichkeit der Interaktion mit dem Produkt in Betracht. So wurde Beispielsweise in einer Kampagne, in der man eine AR Animation in eine Werbetafel eingebettete, ein positives Nutzerfeedback erzielt. Hier wurde das statische Bild eines Models mit Hilfe von Augmented Reality, zu einem animierten Catwalk transformiert, welcher effektiv, ein bedeutend höheres Produktvolumen in deutlich kürzerer Zeit generierte. Über dies hinaus konnten erste Eindrücke gewonnen werden wie die Produktpalette an einem realen Menschen aussieht.(2)

Einfluss von AR auf die Markenwahrnehmung

Über den Lauf der letzten Jahre ist die Nutzung von AR als eine Form des erfahrungsorientierten Marketings, rapide angestiegen. Die Kategorisierung zum Experiential Marketing kann durchaus erfolgen, da der Fokus hier nicht zwingend auf Produkt oder Service liegt, sondern dem Kunden eine umfassende Erfahrung geboten wird. So entsteht ein Wandel von einem sonst rein werbewirksamen Werkzeug, hin zu einem effektiven Tool, dass eine dauernde positive Kunde-Marken Beziehung und eine erhöhte Kundenzufriedenheit zur Folge hat. Durch die Möglichkeit mit einem Produkt in 3D-Format zu interagieren, erfährt der Konsument einen Wertzuwachs der sich mindestens ebenso positiv auf den Markenwert auswirkt.(1) Die Markenwahrnehmung ist eine der primären, emotionalen Faktoren der unterbewussten Kaufentscheidung. Eine Studie dazu ließ Probanden mit Hilfe einer App verschiedene Brillen anprobieren. Im Anschluss wurden sie unter anderem hinsichtlich Markenwahrnehmung befragt, mit dem Ergebnis, dass das Vertrauen der Teilnehmer geweckt wurde. Der Grund dafür war die Möglichkeit das Produkt zu testen, ohne dass dieses durch den Händler auffällig präsentiert oder aufdringlich beworben wurde. So wurde gleichzeitig die Einstellung zur Marke, mithilfe der AR Anwendung beeinflusst und das Gefühl von Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit zum Hersteller generiert.(1)

(Anwendung die dem Nutzer erste interaktionen mit dem Produkt ermöglicht. Durch die Erfahrung, die Konkurrenten nicht leisten können wird das Markenimage verbessert und dadurch eine positive Kundenbeziehung aufgebaut.)

Implementation von AR im Marketingbereich

Im Sinne des Content Marketings ist zu beachten, dass bei der Realisation von AR-Anwendungen im Marketingkontext etwas unterhaltendes, nützliches oder hilfreiches geschaffen wird. Reine Gimmickry wird zwar auf kurzfristige Sicht den “Wow-Factor” ansprechen können, jedoch langfristig nicht zur Abgrenzung von der Konkurrenz ausreichen. Auf den ersten Blick wirkt die Einbettung einer neuen Technologie durchaus als Herausforderung, jedoch wird dies, durch die innovativen Möglichkeiten die AR mit sich bringt, aufgewogen.(3) Bedeutend ist auch die Implementierung von AR Inhalten in Smartphone Applications, da die aktuell noch geringe Verfügbarkeit von AR-Brillen sonst ein Hindernis darstellen könnte. Da diese Hürde  jedoch, durch Smartphoneanwendungen, wie die 3DQR-App, überwunden ist zeichnet sich Augmented Reality als unvergleichbare Chance ab den Prozess der Informationsgewinnung trotz zunehmender Informationsdichte zu straffen. Zeitgleich wird der vom Nutzer aufzubringenden Aufwand minimiert.(2)

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Quellen:

  1. Augmented Reality: A Sustainable Marketing Tool?; Marius Bulearca and Daniel Tamarjan;Global Business and Management Research: An International Journal; Vol. 2 No. 2 & 3 (2010)
  2. A Proposed Model for the Approach to Augmented Reality Deployment in Marketing Communications; Stephen O’ Mahony; Procedia – Social and Behavioral Sciences 175 ( 2015 ) 
  3. Virtual and Augmented Reality in Marketing; Laura Håkansson; Thesis; Haaga-Helia – University of applied sciences Ltd. (2018)