Mit Augmented Reality Schriftstücke zum Leben erwecken.

Die Möglichkeiten von Augmented Reality das Beste aus digitaler und analoger Welt zu vereinen.

Obwohl die meisten Zeitungen und Bücher mittlerweile digital verfügbar sind greifen viele Menschen nach wie vor auf analoge Printmedien zurück, statt die modernen Alternativen zu nutzen. Die Gründe hierfür sind vorwiegend die bessere Haptik aber auch angenehmere Lesbarkeit sowie die Tatsache, dass keine Energie notwendig ist, um diese zu betreiben. 

Der Nachteil war bisher, dass beim Druck auf Papier keinerlei Interaktivität möglich ist und auf Quellen oder Querverweise nur über Umwege zugegriffen werden kann. Mit Augmented Reality tun sich hier jedoch neue Möglichkeiten auf, die konventionellen Büchern und Zeitschriften einen entscheidenden Vorteil bringen. 

Frühere Versuche Printmedien Interaktiver zu gestalten

Bereits in den vierzigern versuchte man, mit einer analogen Maschine den Print konzeptionell interaktiver zu gestalten. In den sechzigern wurde der Versuch gestartet eine Datenbank aller Schriftstücke aufzubauen, die untereinander vernetzt waren.

Memex

Memex, kurz für Memory Extender bezeichnet eine fiktive Maschine die 1945 von Vannevar Bush im Atlantic Mothly vorgestellt wurde. Das Wissensfindungs- und Verwertungssystem hatte hier die Form eines Schreibtisches mit Bedienelementen und Mikrofilmgeräten. Zwei nebeneinander platzierte Bildschirme die mittels Berührung gesteuert werden sollten dienten hierbei als Ausgabegeräte. Die Innovation dieses Konzeptes lag in den Möglichkeiten, einzelne Seiten für später speichern zu können aber auch Verweise zu anderen Seiten herstellen zu können und somit ganze Pfade zusammenhängender Information zu erstellen. Das Gerät, welches als analoge Variante des Personal Computers betrachtet werden kann, sollte eine maschinelle Unterstützung darstellen und das menschliche assoziative Denken nachstellen. Bushs Idee wurde nie umgesetzt, doch einige seiner Leitgedanken wurden später von Microsoft übernommen. 

Xanadu 

Das Hypertextprojekt Xanadu das 1960 von Ted Nelson gegründet wurde sollte eine digitale Bibliothek vernetzter Dokumente darstellen. Das Konzept war, ähnlich zum World Wide Web, ein dezentrales Speichersystem für Dokumente in dem jedem neuen Inhalt eine eindeutige, Standortunabhängige Adresse zugewiesen werden sollte. Dateien sollten nicht löschbar sein, zwar sollten neue Versionen hochgeladen werden können, der Zugriff auf ältere Versionen sollte aber immer noch möglich sein. Die Besonderheit des Projekts war, dass Zitate nur durch Angabe der Quelle und des Absatzes erfolgen sollten, nicht durch den Zitattext selbst. Dies bedeutete eine stetige Aktualität der von Zitaten bei geringem Instandhaltungsaufwand der Datenbank. Nelsons Motiv war eine Lösung für die Vergütung von Urheberrecht im digitalen Zeitalter zu finden. So sollte der Urheber von intellektuellem Gut klar erkennbar sein, jedoch sollten die Verwendungsgebühren so gering sein, dass man die Bezahlung der Urheberrechtsgebühren bei der Verwendung von Dokumenten nicht beachtete. Das System scheiterte letztendlich an seiner Komplexität und wurde eingestellt. Es beeinflusste aber Tim Berners-Lee bei der Entwicklung der World Wide Web sowie Cunningham bei seinem Wiki Konzept. 

Möglichkeiten von Augmented Reality hinsichtlich Querverweisen und Erweiterung der Inhalte

Augmented Reality bietet die Möglichkeit diese beiden Gedanken wieder aufzugreifen und sowohl neue Bücher bzw. digitale Inhalte mit erweiterter Information auszustatten als auch bereits vorhandene Bücher mit digitalen Inhalten erweitern.
AR bietet hier mehrere Möglichkeiten die Medien hinsichtlich Informationsdichte und Interaktivität aufzustocken.

Einblenden der Inhalte 

Die Inhalte lassen sich jederzeit digital einblenden. So ist es Beispielsweise möglich mithilfe von AR Bilder in Artikeln durch Smartphone Einsatz zu Videos zu machen. Das kann in verschiedenen Situationen hilfreich sein und Sachverhalte klarer Darstellen. 

In technischen und wirtschaftlichen Studiengängen muss man sich immer wieder mit dreidimensionalen Graphen auseinandersetzen. In Augmented Reality können diese einfach dargestellt werden, während sie auf Papier immer abstrahiert werden müssen und deren Lesbarkeit nahezu unmöglich wird. 

Auch lassen sich Objekte dreidimensional darstellen. Dies birgt den Vorteil, dass beschriebene Objekte von allen Seiten betrachtet werden können aber auch dass einzelne Elemente des dargestellten Objektes näher unter die Lupe genommen werden können. Einerseits unterstützt dies das räumliche Vorstellungsvermögen bezüglich zweidimensionaler Zeichnungen so, dass das beschriebene überhaupt erst vom Betrachter richtig wahrgenommen werden kann, auf der anderen Seite ist es dem Lernprozess zuträglich, weil zusätzliche Hirnareale im Lernprozess beteiligt werden und somit Informationen auch leichter wieder abgerufen werden können.  

Auch können Anleitungen mithilfe von Augmented Reality verständlicher werden und dem Käufer den Einstieg in die Produkthandhabung erleichtern.

Querverweise zu Stichworten oder Zitaten

AR bietet aber auch Möglichkeiten hinsichtlich der Erweiterung von schriftlichen Inhalten. Beim Lesen eines Artikels kann man sich so zum Beispiel über aufgegriffene Themen genauer Informieren. Dies ist natürlich hilfreich bei komplexen Zusammenhängen, bietet aber zusätzlich den Vorteil, dass der Artikel nicht beiseite gelegt werden muss, um sich über Stichworte zu informieren. Es ist mit der erweiterten Realität zum Beispiel möglich auf ein Stichwort zu tippen und sofort wird einem eine kurze Erklärung aufgerufen. Anschließend kann man sich den Artikel weiter durchlesen, ohne den Faden zu verlieren. 

Auch Quellen können verlinkt werden. Somit wäre es ein leichtes, Zitate hervorzuheben und den Originalinhalt mit Kontext in Augmented Reality darzustellen und damit den Urheber würdigen aber auch die Richtigkeit des Textes sicher zu stellen.

QR

Mithilfe von QR-Codes kann eine unendliche Anzahl an AR-Szenen gestaltet werden. Dabei dienen diese nicht nur dazu die Inhalte abrufen zu können, sondern können gleichzeitig als Positionsmarker verwendet werden. Diese Tatsache macht es möglich, dass die virtuellen Inhalte den gedruckten Inhalt nicht verdecken. Man kann die zusätzlichen Inhalte dann abrufen, wenn man möchte, wird in jedem fall aber darauf aufmerksam gemacht, dass diese vorhanden sind.

3DQR arbeitete bereits mit Bildungseinrichtungen zusammen, um Lehrbücher mit Zusatzinhalten zu versehen. Diese lassen die Dinge im Gesamtkontext erscheinen und helfen den Lernenden das gelesene besser zu verinnerlichen und durch Interaktion besser aufzunehmen. Ein Nebeneffekt ist die Motivationssteigerung durch Interaktivität der Inhalte. 

Mithilfe unserer Technologie ist es nicht nur möglich, die Ideen von Bush und Nelson umzusetzen, sondern auch Printmedien mit denselben Vorteilen auszustatten wie die Wikipedia und gleichzeitig die Vorteile des Druckes auf Papier beizubehalten. 

 

Wenn sie ihre eigenen Printmedien mit QR-Codes ausstatten wollen, Fragen haben oder uns Anregungen mit uns teilen wollen treten sie mit uns in Kontakt über unsere Social-Media-Kanäle oder auf unserer Homepage. 

Testen Sie 3DQR und machen sie sich selbst einen Eindruck über die Möglichkeiten von Augmented Reality.